Der “Althof”

Das Gebiet der heutigen Orte HERZFELD und HOVESTADT gehörte im 8./9. Jahrhundert dem Herzog Egbert und seiner Gemahlin, der hl. Ida.
Sie schenkten es 898 dem Kloster Werden, deren Äbte fortan Lehnsherren der Ländereien waren.

Im 13. Jahrhundert wurde das sĂĽdlich der Lippe gelegene Gebiet aufgeteilt in „HOVESTADT“ und „ALTENHOF“, welch letzteres damit erstmalig namentliche Erwähnung fand. Das Gut gleichen Namens lag damals etwas im Gebiet des heutigen WaldstĂĽcks „ALTHOF“ und wurde erst 1850 abgerissen und an die heutige Stelle verlegt.

Von den Lehnsträgern des Gutes „ALTHOF“, der auch „SCHERRENBROCK“ oder „SCHERMOECKE“ genannt wurde, sind namentlich bekannt:

Engelbert BITTER
Johann VON SOEST
Konrad KETTELER
Henryk, Rutger und Johann HOBERG
Dietrich und Goswin KETTELER
Dietrich Georg VON HEIDEN
Graf von PLETTENBERG-LENHAUSEN

1330 - 1343
1344 - 1351
um 1352
ab 1438
1543 - 1587
1647
ab 1729

Unter Napoleon wurde die Abtei Werden abkularisirrt. Nach seiner Vertreibung ging die Lehnsherrschaft auf den preußischen König über, der letztmalig 1827 den Lehnsbrief erstellte.

Gegen Ausgang des Mittelalters ĂĽbertrug sich die Gutsbezeichnung „ALTHOF“ auf die den Hof bewirtschaftenden Bauern. Als Mitte des 19. Jahrhunderts ein männlicher Namensträger nicht mehr vorhanden war, ehelichte der aus Edbinghausen stammende Landwirt Johann Heinrich DEIMEL die Althof-Erbin Elisabeth Catharina, sodaĂź von nun an der „ALTHOF“ von den Namensträgern DEIMEL weitergefĂĽhrt wird.
                                                                                                         Im Mai 1986

                                                                                                       Alfred   A r e n s
 

Ausschnitt der Ahnenfolge der Stämme DEIMEL - ALTHOFF

Die in Blau geschriebenen BrĂĽder Al(t)hoff wanderten nach Amerika aus.
Die Schwester Elisabeth ĂĽbernahm den Hof; heiratete Johann Heinrich Deimel.